Baan Thai Resort – Past Life Dady

Baan Thai Resort – Past Life Dady

Tag 2 und 3 verbrachte ich allein mit meinem Körper am Pool und machte dank meiner Urlaubslektüre „Intendons“ ganz neue Erfahrungen. Ein verborgenes Miniuniversum hat sich mittlerweile erschlossen. Es ist eben dieser Körper den ich als Seismographen zu nutzen gelernt habe und mittlerweile unglaublich präzise und flexibel bedienen kann. Zufälligerweise -oh wie ich dieses Wort mag- stammen die Grundprinzipien des Buches von einem Meister aus dem Norden Thailands. Ich hatte Zeit für Yogapraxis, nach dieser ein Regenbogen am Himmel auftauchte ohne das es regnete und ein Mann in seinem Zimmer bei offenem Fenster zu musizieren und singen begann. Ich experimentierte mit den kulinarischen Sonderheiten und erforschte all ihre Wirkungen auf mein Verdauungssystem.


Tag 4 hielt einige Überraschungen für mich bereit. Es war der zuvor schon erwähnte Dienstag (The Lesson). Mir wurde angeboten das Zimmer 115 zu wechseln, was ich erst ablehnte. Als ich mich hinterfragte, fühlte ich, daß mir der Moment  eine Veränderung schenken wollte und ich revidierte meine Aussage, um ins Zimmer 225 umzuziehen.

Es war also Zeit für die Dualität und erste Beziehungen zu knüpfen. Nach meinem Umzug ging‘s wie gewohnt an den Pool von wo aus ich beobachtete, wie ein Mann mit Jeans, einfachem Hemd und etwas nach hinten geleckten längeren Haaren in der Mitte des Resort Parks an der Bar Platz nahm. Mein Herz fühlte direkt eine starke Verbindung, etwa so wie zwischen einem Hund und seinem Halter. Ich hätte mit dem Schwanz wedeln und da hin rennen können. Dachte mir aber, was soll der Mist und beobachtete ihn noch etwas, bis ich dem inneren Gefühl Vertrauen schenkte und ihm Gesellschaft leistete. Bob und ich kamen schnell ins Gespräch und tranken ein Bier. Er schien die selbe Sympathie für mich zu empfinden und angelockt von der netten, humorvollen Unterhaltung gesellte sich Marcel zu uns. Zu ihm fand ich auch einen schnellen und angenehmen Zugang und er half mir mit meiner Website weiter. Gegen Abend trafen wir uns wieder und gingen zusammen mit Milosch in ein Restaurant zum Essen. Wir verstanden uns prächtig, tranken Bier und entschieden in die Oldtown zu gehen, um zu tanzen und weitere Biere zu genießen. Wir hatten viel Spaß. Auf dem Rückweg hielt der Taxi Bus, der hinten offen war plötzlich an und die anderen fingen ein Gespräch mit einer Horde Thais bestehend aus Frauen und Männern an. Ehe ich mich versah hatte ich betäubt vom Alkohol mein inneres ungutes Gefühl ignoriert und mich begleitet von den Worten, es würde die beste Nacht meines Lebens, in die Hände der besagten Horde begeben. Ich hatte was getan, was ich nicht wollte und landete in einer Bar ohne Gäste, wurde in ein Zimmer geführt und sollte eine von drei Frauen auswählen. Wiederum mit dem Gefühl gedrängt zu werden tat ich, was man von mir wollte. Ich sollte noch ein Getränk auswählen und bestellte ein Wasser. Ich saß also in dem Raum mit einem Mädchen, das einen Cocktail trank, auf einer Couch vor der in einem TV ein Musikprogramm lief. Ich fühlte mich nicht gut und wollte wissen, wie und was da jetzt abläuft. Sie bemerkte meine Unsicherheit und begann mich einfach zu ignorieren und tat so als verstehe sie kein Englisch. Genervt von meiner Nachgiebigkeit zuvor und der Situation wollte ich das Zimmer verlassen. Da stand mir abermals die Horde gegenüber und sie wollten Geld. Mehr als ich hatte. Um der Situation keinen Wiederstand zu leisten und noch mehr negative Energie zu erzeugen, gab ich eben alles was ich hatte ca. 50€. Immerhin wurde ich dann in ein Tucktuck gebracht vom Boss der Horde. Ich sagte, daß ich ihm mein Geld gerne gegeben habe, da er es so nötig zu brauchen schien und daß es nicht schön ist wie er es mir abverlangte. Zuhause im Resort angekommen, gaben mir die anderen 200Bhat für den Fahrer und lachten sich schepp über meine Lesson (Lehrstunde). Ich schlief tief und fest in dieser Nacht und wachte mittags gegen 12 ausgedörrt mitten aus einem Alptraum auf, in dem ich ebenfalls gegen meinen Willen, nämlich nur aus Sympathie zu einem meiner besten Freunde (3er) mit ihm in ein Haus einbrach und die ganze Schose in einem Desaster endete.
   (Die hätten geholfen, dann hätte ich die Lektion aber womöglich wiederholen müssen)

Als ich meinen Kadaver zu denen, der anderen, an den Pool schleppte, sollte ich die Geschichte noch mal im Detail wiedergeben. Ich stellte mich der Schmach und fragte mich, was mir das Universum mitteilen wollte. Nachdem ich in den darauffolgenden Tagen noch 2mal von Alpträumen geplagt wurde in denen ich gegen meinen Willen einmal meinen überragenden Eltern und einmal meiner Ex-Chefin, die ich sehr schätze, zu liebe handelte und innerlich das Gefühl hatte mich selbst zu zerstören, begriff ich die Lesson: Mir treu zu sein und das bleib ich seit dem, gerade gegenüber den Wünschen von Menschen, die ich sehr lieb habe und es gibt viele, ist kein Egoismus sondern Selbstliebe und essenzieller Bestandteil meines Lehrplans, der mich zu strahlender Gesundheit führen wird.

Es folgte der 10.11. welcher ein besonderer Tag wurde, nicht nur weil ich das Gespräch mit Milosch hatte, was in der Nacht den 1.Blogbeitrag aus mir heraussprudeln ließ, sondern weil sich noch folgendes ereignete. In dem Gespräch bemerkte ich ihm gegenüber, daß mir Schmetterlinge den Weg weisen. Das hatte ich im Sommer auf Iž gelernt und ausprobiert. Ich lief damals einfach los, teilweise durch Gärten und Gestrüpp, den Schmetterlingen hinterher. An jeder Wegkreuzung wartete ich bis ich einen sehen konnte und entschied mich dementsprechend abzubiegen. Nach 45min kam ich auf der anderen Seite der Insel an, genau in der Bucht die ich sehen wollte und war vom Timing so unterwegs, daß ich noch Shakti und Meheshwara an einer Kreuzung zwischendurch traf, die nicht meinen Weg entlanggekommen wären. Nach dem geglückten Experiment, wusste ich und das Universum: Okay so können  wir miteinander kommunizieren.
Als Bob, Milosch und ich losziehen wollten, sah Milosch einen Schmetterling und sagte da lang. Lustig wenn man in einer Gruppe unterwegs ist und kein festes Ziel hat, was meist zu längeren Diskussionen führt wohin denn gegangen werden solle und was das Beste sei. Kennt ihr bestimmt. Oft reicht es aus, wenn man nur mit seinem Partner unterwegs ist. Ich freute mich über Milosch und war sofort dabei. Bob folgte uns. Wir blieben nach etwa einem Kilometer an einer Local-Bar stehen und diskutierten, wie wir ein Tucktuck bekommen könnten und wo wir denn hin sollten. Da kam Bobs Intuition ins Spiel und er sagte bestimmt wir gehen in die Bar hier. Ich war mürrisch und verfiel ins Denken. Mein Verstand hatte was dagegen. Aus irgendeinem Grund war da Angst. Ich benannte geistig den Wiederstand und folgte, getreu des Mottos von Rainer Maria Rilke – Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren. Schnell war mein Denkapparat beruhigt, denn die Bedienung hatte 2 Schmetterlinge tätowiert. Es war mir klar, es ist der richtige Ort hier, auch wenn des Öfteren Angst auftauchte,  man würde mich hier vergiften. 3 Personen, spielten Musik mit Gesang, Schlagzeug und Gitarre. Ich wurde wie ein Star behandelt und immer wieder fotografiert. Man mochte von mir, daß ich auch einen Song singe und tschacka, obwohl mir die Leute sympathisch warn, bis auf denjenigen, den mein Verstand mich zu vergiften beschuldigte, blieb ich meinem Gefühl treu und verneinte um die 10mal. Zwischendurch fragte mich eine Frau, ob Bob mein Daddy sei und sie fragte nicht ob er Milosch’s und mein Daddy sei. Das begegnete uns in der Woche schon öfters und jedes Mal galt die Frage nur mir oder speziell Bob mir gegenüber. Was ich bis dahin jedes Mal als Scherz abtat, kam mir plötzlich seltsam vor, da wir uns äußerlich nicht sehr ähnlich sehen und es sich als und als wiederholte. Neugierig geworden, durch die spürbare Relevanz der Angelegenheit, richtete ich meine Aufmerksamkeit nach innen und pam tauchte Klarheit auf. Ich wusste, daß Bob mal mein Sohn war in einem Past Life. Gedankenlos und voller Gefühl blickte ich nach oben und schaute auf ein etwa 20cm großes silbernes Herz, das von der Decke herab direkt über uns hing. Ergriffen von der Erkenntnis durchdrang mich tiefe Dankbarkeit. Ich lachte leise, freudvoll und beseelt, denn ich kenne diese Art von Karma Auflösung bereits schon und grüße hierbei die liebe, liebe Selma -fühl dich gedrückt. Die anderen bemerkten nichts in ihrem Bewusstsein, reagierten jedoch unbewusst. Milosch zog nämlich kurz darauf in eine Bar für Touristen weiter, die ihm empfohlen wurde und Bob entschied da zu bleiben, was sich mit meiner Entscheidung deckte.

Bob und ich verließen dann kurze Zeit später auch diesen Ort, um an den Fluss zu fahren, an dem ich beim Lampion Festival eine super Bar mit Blick aufs Wasser und Essensstand kannte. Es war jedoch nicht einfach mit Bob, der auf einmal quengelte wie ein kleines Kind: „Ich hab Hunger, will aber nicht hier essen.“ Also weiter bis wir stoppten, weil sein Knie wehtat und da mindestens der Meniskus gerissen sein musste. Ich behandle sein Knie väterlich fürsorglich und wir liefen weiter. Nicht sehr viel weit, denn das Knie tat weiterhin weh. Dann schlossen langsam alle Läden und alles was noch offen hatte war nicht gut genug. Als er dann noch anfing damit, daß er müde ist, motiviere ich ihn mit Mühe bis über die Brücke zulaufen, um von dort aus mit mir in einem Tucktuck zurück zu fahren. Wieder zurück setzte ich mich zu Milosch und Marcel, die noch auf waren. Wir schmunzelten über Bob, der sich einen Tisch weiter setzte und vor sich hin nörgelte:“ Mein Knie, ich hab Hunger, müde…“, bis er ins Bett verschwand. Irgendwie wurde da was Altes wiederholt und geheilt.

(Das Hundchen da heißt Alex und erinnert mich einen Burgertütenschnüffler)

Am nächsten Tag war alles wieder gut bei Bob. Ich fühlte mich sehr entspannt und froh. Wir verbrachten den Tag zusammen am Pool und trafen ein entzückendes junges Pärchen aus Holland, das für eine Nacht da war, um am Tag darauf in eine günstigere Unterkunft umzusiedeln, da sie als Backpacker lange und sparsam unterwegs sein wollten. Sie war schon viel in Indien, hatte schon 10 Tage Vipassana (unter anderem schweigen) mitgemacht und ist in meinen Augen eine große Yogini. Wir führten eine wunderbare Konversation, in der sich Bob öffnete und wir tief berührt aus unseren Herzen antworteten. Bob bedankte sich und sie und ich gingen zeitgleich auf die Toilette. Das Gespräch war ein Akt der Reinigung, was die physische Reaktion zu unterstreichen schien. Zurück von der Toilette scherzten wir, z.B. wie schwer es sei in Indien über die Straße zu kommen und das es doch clever wäre zu zweit zu reisen mit einem Kuhkostüm^^.
Was auch passiert war gestern, es hatte einen traumhaft positiven Effekt. Dieser Pooltag wird mir im Gedächtnis bleiben. Wenn nicht für immer, dann wenigstens ewig 😉
Die „harte“ Arbeit dieser Woche, sollte am Wochenende königlich belohnt werden. Das erfahrt ihr dann im nächsten Bericht mit vielen Bildern.


Ein Gedanke zu „Baan Thai Resort – Past Life Dady

  1. Lieber Matthias, es ist soooooo spannend, deine Erlebnisse zu lesen und zu spüren. Ich freue mich über Neuigkeiten , die dich auf deinem Weg begleiten und überraschen. Sei umarmt von Christa

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